"Biologischen Phänomenen liegen Prinzipien zugrunde, die sich als Basiskonzepte beschreiben lassen. Diese Basiskonzepte helfen in Verbindung mit den zu entwickelnden Kompetenzen Schülerinnen und Schülern bei der Erschließung biologischer Sachverhalte und bei der Nutzung biologischer und naturwissenschaftlicher Gesetzmäßigkeiten zur Erklärung der Phänomene des Lebens. Sie ermöglichen kumulatives und vernetztes Lernen, sowie eine Orientierung und Problembewältigung in einer Welt mit ständig neuen Erkenntnissen und Herausforderungen. Sie dienen dem Verständnis von Wechselbeziehungen auf unterschiedlichen Systemebenen sowie der Reflexion erworbener Kenntnisse über die lebende Natur."
(Kerncurriculum für die Qualifikationsphase der gymnasialen Oberstufe - Berlin - Land Brandenburg - Mecklenburg-Vorpommern, Anhörfassung 2005)
Das neue Biologie-Schulbuch "Natura - Biologie für Gymnasien" aus dem Klett-Verlag beschreibt auf den Seiten 200 bis 215 diese Basiskonzepte näher.
Diese Basiskonzepte durchziehen die klassischen Fachgebiete der Biologie. Basiskonzepte wie "Struktur und Funktion" oder "Kompartimentierung" werden also nicht nur im Rahmen der Zellbiologie behandlet, sondern auch z.B. in der Ökologie:
Struktur und Funktion
Kompartimentierung
(Kerncurriculum für die Qualifikationsphase der gymnasialen Oberstufe - Berlin - Land Brandenburg - Mecklenburg-Vorpommern, Anhörfassung 2005)
Das ist ja alles ganz gut und schön; die Richtlinien des Landes NRW jedoch erwähnen den Begriff "Basiskonzept" kein einziges Mal. Stattdessen verfährt man hier ganz klassisch mit den "Kennzeichen des Lebendigen":
(Richtlinien und Lehrpläne für die Sekundarstufe II - Gymnasium/Gesamtschule in Nordrhein-Westfalen, 1999)
Da diese Website dem Zentralabitur in Nordrhein-Westfalen gewidmet ist, werden wir uns hier natürlich an die Richtlinien des Landes NRW halten und an all die Vorgaben, Veränderungen, Einschränkungen und Erweiterungen, die im Laufe der nächsten Jahre höchstwahrscheinlich auf uns zukommen werden.
Ulrich Helmich, April 2006