Probeklausuren
Bei der Probeklausur für den Grundkurs geht es um Klassische und Molekulare Genetik.
Aufgabe GK 1: Vererbung und Ursache der Mukoviszidose
- In der ersten Teilaufgabe muss man einen Stammbaum analysieren, hier ist also etwas Klassische Genetik gefragt. In der zweiten Teilaufgabe geht es um Proteinbiosynthese, man muss z.B. mit Hilfe der Codesonne einen Gen-Abschnitt in eine Proteinsequenz übersetzen, und in der dritten Teilaufgabe soll man den vorliegenden Mutationstyp ermitteln und den Zusammenhang zwischen der genetischen Störung und ihrer phänotypischen Ausprägung erläutern.
Aufgabe GK 2: Pränatale Diagnoseverfahren in der humangenetischen Beratung
- Zuerst muss ein Karyogramm beschrieben werden, welches eventuell ein DOWN-Syndrom nachweist. Dann geht es um die Erklärung von nicht gleichmäßig verteilten Chromosomen während der Eizellenbildung, und in der dritten Teilaufgabe müssen die Schüler das Risiko für die Geburt eines Kindes mit DOWN-Syndrom berechnen.
Auch die LK-Aufgaben kommen aus dem Gebiet der Genetik.
Aufgabe LK 1: Gittrige Hornhautdystrophie
- Auch hier muss man als erstes einen Stammbaum analysieren, allerdings ist dieser wesentlich umfangreicher als in der GK-Aufgabe. Ich kann mir schon gut vorstellen, dass jetzt an allen Gymnasien NRWs das Analysieren von Stammbäumen geübt wird. Die zweite Teilaufgabe ist wieder dem Übersetzen einer Basensequenz in eine Aminosäuresequenz gewidmet, außerdem muss man den Mutationstyp ermitteln, der bei der Hornhautdystrophie vorliegt. Die dritte Teilaufgabe ist was ganz Neues; hier sollen die Schüler die Methode der PCR darstellen: "Stellen Sie die Methode der PCR dar!" In der vierten Teilaufgabe geht es dann um die Anwendung der Gelelektrophorese. Insgesamt eine sehr anspruchsvolle Aufgabe.
Aufgabe LK 2: Amylosefreie Kartoffeln durch Gentechnik
- Die erste Teilaufgabe ist eine reine "Reproduktionsaufgabe", wie man früher gesagt hat: "Stellen Sie die Entstehung einer reifen mRNA am Beispiel der eukaryotischen Zelle dar!". In der zweiten Teilaufgabe geht es um ein gentechnisches Verfahren, hier muss man fehlende Nukleotidsequenzen sowie die mRNA zum Antisense-Gen angeben. In der dritten Teilaufgabe muss man ein schematische Darstellung "DNA und Reaktionsschritte in Kartoffelzellen nach dem Gentransfer" erläutern und das Vorgehen begründen, und in der vierten Teilaufgabe sollen die Schüler ableiten, wieso die gentechnisch veränderte Kartoffelzelle keine Amylose produziert. Aber sehen Sie doch einfach selbst und laden Sie sich die Probeklausur für den Leistungskurs aus dem Internet herunter.
Ulrich Helmich, August 2006
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